Mädchen-/Frauen-/Jungengruppe - Interkulturelle Öffnung in der Jugendarbeit | ab 2010

Das Mindener Jugendhaus Geschwister Scholl bietet offene Kinder- und Jugendarbeit im Ortsteil Bärenkämpen an. Im Rahmen der interkulturellen Öffnung der Jugendarbeit wurde ab 2010 mit Hilfe von Fördermitteln der Rudloff-Stiftung eine Mädchengruppe „Scholl Girlz“ sowie eine Frauengruppe für Mütter aus dem Stadtteil ins Leben gerufen.

Die Arbeit in der Mädchengruppe ist konzipiert für die Altersgruppe der 11- bis 17jährigen. Die Rahmenbedingungen sind so gestaltet, dass die Eltern der Mädchen die Teilnahme erlauben. Die Mädchen erhalten Raum, sich auszuprobieren und auszutauschen. Sie gestalten den Ablauf der Treffen und legen Themen in gemeinsamer Absprache fest.

Die Initiative, eine Frauengruppe für Mütter im Stadtteil zu gründen, zielte zunächst darauf ab, über die Arbeitsweise des Jugendhauses aufzuklären und darüber eine Vertrauensebene aufzubauen, um den Integrationsprozess der Familien zu unterstützen.

Im Verlauf der Jahre bildetet sich daraus eine aktive Frauengruppe, die sich für den Stadtteil engagiert und durch gemeinschaftliche Aktivitäten am gesellschaftlichen Leben teilnimmt. Die regelmäßigen Treffen bieten neben Raum für Austausch bei z. B. Problemstellungen in schulischen Belangen, auch die Gelegenheit, gemeinsamen Hobbies und Beschäftigungen nachzugehen. Ferner stellen sie auch eine Möglichkeiten dar, sich gegenseitig Unterstützung und Hilfe anzubieten.

Im Jahr 2011 wurde erstmals eine Familienfreizeit durchgeführt. Positive Resonanz und Wirksamkeit führten dazu, dass diese Maßnahme zur Integration seither in die Projektkonzeption aufgenommen und fester Bestandteil der Jahresplanung wurde.   

Die Projektkonzeption wurde im Jahr 2013 um eine Jungengruppe für Jugendliche im Alter zwischen 11 und 13 Jahren erweitert. Speziell für diese Altersgruppe erfolgen erlebnispädagogische Angebote mit der Zielsetzung, die Jugendlichen als Multiplikatoren in ihrem Umfeld zu gewinnen. Mitarbeiter, die auf Augenhöhe mit den Jugendlichen arbeiten, sollen dabei Vorbild und Identifikationsfigur sein.

Seit 2015 werden zusätzliche Angebote etabliert, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richten, die aus Kriegsgebieten geflüchtet sind und ihre neue Heimat in Minden gefunden haben.

Bisher stellte die Rudloff-Stiftung rund 120.000,- Euro für die Umsetzung des Integrationsprojektes zur Verfügung.