Mosaikschule – Standortstärkung | ab 2011

Die Grundschule „Mosaikschule“ hat ihren Standort im Mindener Stadtteil Bärenkämpen. Mehrfamilien-Wohnblöcke prägen das Stadtteilbild. Ihre Bewohner sind überwiegend ausländischer Herkunft. Der Sozialatlas der Stadt Minden zeigt auf, dass ein hoher Anteil der Familien SGB II-Leistungen in Anspruch nimmt.

Probleme, die sich aus dem sozialen Status der Eltern sowie aus Sprachproblemen ergeben, belasten die Lebensrealität der Kinder an der Mosaikschule. Aus dieser Standortcharakteristik ergeben sich besondere Herausforderungen für die Arbeit an der Mosaikschule. Die gesetzlichen Vorgaben des Schulträgers lassen jedoch eine angemessene Anpassung an diese nicht zu.

Ein Pilotprojekt an der Schule soll zeigen, inwieweit sich individuelle Fördermaßnahmen auf den Standort Mosaikschule auswirken. Die einrichtungsspezifischen Maßnahmen zielen neben der Stärkung der SchülerInnen und MitarbeiterInnnen auch auf die gesamte Team- und Schulentwicklung ab.

Zum Projektumfang gehören Maßnahmen zur Sprachförderung und Kommunikationsfähigkeit, zur Teamentwicklung und Gesundheitsförderung. Es werden Mittel zur Verfügung gestellt, um Fachbereiche materiell besser auszustatten und Projekte mit künstlerisch-musischer Ausrichtung zu realisieren.

Mit Hilfe von Stiftungsmitteln konnte im Frühjahr 2014 z. B. die vorhandene Präsentationsfläche im Forum der Schule in eine großflächige Theaterbühne mit Innen- und Außenvorhang umgestaltet werden. In Planung ist die Umgestaltung des Schulforums. Hier wird eine innovative Lösung erarbeitet, die eine multifunktionale Nutzung als Leseforum, Elterncafé, Veranstaltungsraum usw. zulässt.

Im November 2015 veranstalteten die Projektverantwortlichen einen offenen Informationsabend zum bisherigen Projektverlauf. Erste Evaluationsergebnisse und Effekte der geförderten Maßnahmen zur Schulentwicklung wurden vorgestellt und zeigten insgesamt positive Auswirkungen auf den Schulstandort und die Arbeitsplatzbedingungen.

Die Projektevaluation erfolgt durch Prof. i. R. Dr. Dollase von der Universität Bielefeld; im Bereich der Sprachförderung durch Frau Steg-Humbracht (Logopädin).

Die Projektförderung ist auf eine mehrjährige Projektdauer ausgerichtet.